Integrationsarbeit vorangetrieben

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Gemeinderätin
Bereichsvorsteherin Soziales und Gesundheit

Die Sozialen Dienste waren auch 2025 mit zunehmend komplexen Fällen konfrontiert. Zahlreichen Personen mit Schutzstatus und Langzeit-Sozialhilfebeziehenden gelang die Ablösung von der Sozialhilfe und die Integration in den Arbeitsmarkt. Die an die Sozialen Dienste angegliederte FIFFA (Fachstelle Integration, Frühe Förderung und Alter) konsolidierte ihre Angebote. Die OJA (Offene Jugendarbeit) und Schulsozialarbeit waren auch im Jahr 2025 stark gefordert.

Fachstelle Integration, Frühe Förderung und Alter (FIFFA)

Die vielfältigen Angebote der frühen Förderung in Flawil wurden auf einer interaktiven Online-Karte gebündelt.
Ein weitere erfolgreiche Kennzahl der Fachstelle: 94 Prozent der Kinder, die ein Jahr vor Kindergarteneintritt stehen, besuchen eine Spielgruppe, Tagesfamilie oder Kindertagesstätte.
Seit dem Schuljahr 2025/2026 hin unterstützt die Gemeinde neu den Besuch von zwei Spielgruppenhalbtagen (bisher einen) im Jahr vor dem Kindergarteneintritt.
Mit dem Kauf der Liegenschaft an der Oberdorfstrasse 15 durch die Gemeinde ergab sich die Möglichkeit zur Zwischennutzung des Mehrzweckraums im Erdgeschoss. Der Raum wurde zu einem familienfreundlichen Raum umgestaltet und steht für bestehende und neu initiierte Angebote in den Bereichen Frühe Förderung, Integration und Alter zur Verfügung.
Im Bereich Alter haben zwei erfolgreiche Treffen zwischen der Gemeinde und Fach- und Freiwilligenorganisationen aus dem Altersbereich mit dem Ziel der Vernetzung stattgefunden.

Die vielfältigen Angebote der frühen Förderung in Flawil wurden auf einer interaktiven Online-Karte gebündelt.

Schulsozialarbeit

Im Berichtsjahr 2025 können keine quantitativen Aussagen zur Anzahl der begleiteten Schülerinnen und Schüler gemacht werden, da im Verlauf des Jahres ein Wechsel des Erfassungstools erfolgte und die Daten im neuen System nach veränderten Kriterien erhoben und ausgewertet werden. Ungeachtet dessen war die Schulsozialarbeit auch in diesem Jahr durchgehend sehr gut ausgelastet. Der Unterstützungsbedarf blieb hoch, wobei sich eine weiterhin zunehmende Komplexität der Fallkonstellationen zeigte, insbesondere im sozial-emotionalen Bereich.
Die Schulsozialarbeit begleitete und förderte Kinder und Jugendliche in Einzel- und Gruppenberatungen und war zudem regelmässig präventiv sowie intervenierend in Klassen tätig. Dabei standen die Stärkung personaler und sozialer Kompetenzen, die Förderung psychischer Gesundheit sowie die Unterstützung im schulischen und familiären Kontext im Vordergrund.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt bildete die Einführung des Friedensteppichs im Schulhaus Enzenbühl. Dieses präventive Instrument ermöglicht einen schulhausweit einheitlichen und strukturierten Umgang mit Konflikten und unterstützt die Schülerinnen und Schüler darin, Konflikte selbstwirksam und lösungsorientiert zu bearbeiten. Durch die gemeinsame Sprache in der Konfliktlösung wird das soziale Miteinander nachhaltig gestärkt.
Im Zusammenhang mit dem Vandalismusvorfall vor den Sommerferien übernahm die Schulsozialarbeit eine aktive Rolle in der Aufarbeitung des Geschehenen. Dabei standen das Abschliessen und die Erarbeitung eines konstruktiven Schulklimas im Vordergrund.

Insgesamt leistete die Schulsozialarbeit auch im Jahr 2025 einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der sozialen und emotionalen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler sowie zur Stärkung der Schulgemeinschaft.

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