Legislaturstart 2025–2028: Ziele, Dialoge und Verantwortung

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Bereichsvorsteher Verwaltung, Finanzen, Sicherheit

Seit dem 1. Januar 2025 ist der neukonstituierte Gemeinderat tätig. Dieser besteht aus drei neuen und zwei bisherigen Gemeinderatsmitgliedern sowie den bisherigen Gemeinde- und Schulpräsidenten. Im ersten Amtsjahr des Gemeinderates standen die Erarbeitung der Legislaturziele 2025-2028 und das lancierte Programm zur Ergebnisverbesserung „Fokus 2028“ im Zentrum der Ratstätigkeit.

Neuer Gemeinderat und neue Legislaturziele

Ende 2024 hatte sich der neue Gemeinderat für die Legislatur 2025 – 2028 konstituiert. Das bedeutet, die Rollen sind verteilt und die Verantwortung ist aufgenommen. Per 1. Januar 2025 haben vier bisherige und drei neue Mitglieder des Gemeinderates die Legislatur in Angriff genommen. In der ersten Jahreshälfte wurden die Legislaturziele 2025 - 2028 erarbeitet. Die Basis bildeten die bisherigen langfristigen Ziele (Vision 2030), welche konsequent überarbeitet wurden. In 5 Handlungsfeldern mit 24 Schwerpunkten wurden insgesamt 28 Legislaturziele definiert. Mit den vom Gemeinderat definierten Legislaturzielen hat die Geschäftsleitung der Gemeinde eine konkrete Stossrichtung erhalten. Daraus leitete sie Massnahmen zur Erreichung der Legislaturziele ab. Damit die Legislaturziele auch während der Legislatur erreicht werden können, zieht der Gemeinderat jährlich eine Bilanz.

Bürgerversammlungen

An den Bürgerversammlungen im April und November 2025 sprachen die Anwesenden dem Gemeinderat ihr Vertrauen aus und folgten in vielen Punkten den gemeinderätlichen Anträgen. Dies geschah nicht diskussionslos, was den Gemeinderat freute. Eine Jahresrechnung und ein Budget dürfen und sollen kritisch hinterfragt werden. Umso erfreulicher war die rege Diskussion zum Budget 2026 mit der beantragten Steuerfusserhöhung. Dass solche Diskussionen auch nicht umsonst sind, zeigen die Abstimmungsergebnisse zur Steuerfusserhöhung oder zu den neuen Stellen in der Verwaltung. Die Bürgerschaft beschloss unter anderem, den Steuerfuss lediglich auf 127 Prozent (statt 129 Prozent) – wo er bereits im Jahr 2023 lag – festzusetzen, und befristete die Stelle des Kulturvermittlers bzw. der Kulturvermittlerin auf drei Jahre. Das Stimmvolk folgte der Erhöhung der Stellenprozente in der Schulsozialarbeit, bei gleichzeitiger Plafonierung der Gesamtstellen und den Budgetverbesserungen des Gemeinderates.

Weitere Highlights aus dem Bereich Verwaltung, Finanzen und Sicherheit

30. November 2025

Feuerwehr des Sicherheitsverbundes erhält Bestnoten

Inspektoren des Kantons überprüften bei der Feuerwehr des Sicherheitsverbunds Region Gossau die Basis-Ausbildung „Schaummittel“ sowie Material, Anlagen, Abläufe und die allgemeine Einsatzbereitschaft. Solche Inspektionen werden jeweils unangekündigt durchgeführt und das Inspektionsthema zufällig gewählt. Der achtseitige Bericht bescheinigt der Feuerwehr Region Gossau eine moderne Ausrüstung, saubere und vorschriftsgemäss gewartete Depots sowie eine gut strukturierte, einsatzorientierte Ausbildung. Die Mannschaft zeige hohe Motivation und volle Einsatzbereitschaft.

27. Oktober 2025

Massnahmen zur Ergebnisverbesserung

Das strukturelle Defizit und steigende gebundene Ausgaben belasten das Gemeindebudget zunehmend. Es wurden im Projekt „Fokus 2028“ verschiedene Massnahmen zur Ergebnisverbesserung erarbeitet, welche zahlreiche Einsparungen beinhalten. Dennoch soll auch in naher Zukunft Fortschritt und Entwicklung in Flawil möglich sein. Dank klarer Zielsetzungen und verschiedener Massnahmen konnten die Aussichten im Vergleich zur Finanzplanung des letzten Jahres bereits verbessert werden. Entscheidend für das Ziel 2028, ein ausgeglichenes Budget zu haben, sind aber die weiteren grossen Schritte. Wichtig dabei ist, den finanziellen Spielraum für eine gute Entwicklung in Flawil zu schaffen. Die finanziellen Anstrengungen sind ein Mittel zum Zweck. Die Richtung der Entwicklung von Flawil wird in den Legislaturzielen aufgezeigt.

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